Gegen linke Gewalt!
2009-07-05
Jeden Tag wird in den deutschen Medien eine Zwei-Minuten-Hass-Sendung gegen tatsächliche oder vermeintliche Nazis gegeben, sei es in der Sportberichterstattung oder einer Tourismussendung. Es wird ein Schreckensszenario aufrecht erhalten und ein Feind aufgebaut, der in der Wirklichkeit nicht exisitiert. Es existiert einfach derzeit keinerlei Bedrohung unserer Gesellschaft durch irgendwelche rechtsextremistischen Umtriebe.
Gewalt in nennenswertem Maße, Gewalt auf der Straße, Terror durch ungerichtete Gewalt geht derzeit nur von Links aus. Ob bei den Chaostagen in Hannover, am 1. Mai in Berlin, bei den organisierten Brandanschlägen auf Autos in Berlin und Hamburg oder nach dem Schanzenfest in Hamburg: Immer ist es linke Gewalt, die die Straße reklamiert. Das ist die Realität.
Statt die Nazichimäre weiter künstlich am Leben zu halten, wäre es klug, die Augen aufzumachen, um zu verstehen, woher die Gewalt auf unseren Straßen tatsächlich kommt, und dann endlich Programme gegen Links und Aussteigerinitiativen für Wege aus der Antifa- und der Autonomen-Szene anzuschieben.
Natürlich wird es dazu derzeit nicht kommen, denn noch wirkt der inszenierte Hassableiter “Nazi” systemstabilisierend. Mal sehen, was die Systemlinge benutzen, wenn er sich verbraucht hat.
Maischrei
2009-05-03
Wir leben schon in einer lustigen Kaschperlrepublik.
Zum 1. Mai hatten Personen aus dem Umkreis der NPD bzw. der Kameradschaftsszene eine Demo in Hannover angemeldet. Sie wurde verboten, weil “die öffentliche Sicherheit gefährdet” sei (wohlgemerkt, nicht durch die Demonstranten sondern durch eventuelle Gegendemonstranten). Die Stadtverwaltung flaggte überall Sloganfahnen und klebte Plakate “Hannover gegen rechts.”
Zum 1. Mai hatten Personen aus dem Umkreis der LINKEN bzw. der Autonomen Szene eine Demo in Berlin angemeldet (sog. “Revolutionäre 1.-Mai-Demo”). Sie wurde nicht verboten, obwohl jeder weiß, dass “die öffentliche Sicherheit” durch sie nicht nur gefährdet sondern seit Jahrzehnten stets aufs Neue zerstört wird. (Hunderte Verletzter, zerschlagene Scheiben, geplünderte Läden, ausgebrannte Autos, zerstörtes Pflaster, …)
Wann wird dieser Politikantenstadl eigentlich mal wieder abgesetzt?
Pro Reli.
2009-04-27
Als Geschädigter des Berliner “katholischen” Religionsunterrichts konnte ich mich nie für die Pro-Reli-Kampagne begeistern. Der Religionsunterricht, den ich dort genaß, verdient es nicht mal, den kleinen Finger dafür krumm zu machen. Bei der ganzen Pro-Reli-Angelegenheit ging es ja wohl auch eher darum, den Schülern Möglichkeiten zu geben, der Gesinnungsdressur (”Ethik”) zu entkommen. Interessant ist auf jeden Fall das Abstimmungsergebnis, das wieder einmal zeigt: Die Mauer steht noch. Und zwar genau da, wo sie seit 1961 steht!
Das ist katholisch.
2009-04-27
Daniel Mitsui hat Bilder der Krakauer Marienkirche eingestellt. Solch eine Kirche will ich auch haben! *umfall*
Da wir Papstfreunde alle wissen, wie differenziert, ausgewogen und sachlich richtig unsere Massenmedien berichten, und angesichts der Tatsache, dass unsere BRD und verbündete Staaten der UN-Antirassismuskonferenz mit Verweis auf die Teilnahme des iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad fernblieben, ist es nicht uninteressant, die Rede des iranischen Staatspräsidenten, die er auf der Konferenz hielt, tatsächlich einmal im Wortlaut zur Kenntnis zu nehmen.
Auffällig ist unter anderem, dass darin jegliches Wort der Selbstkritik fehlt und verwerfliches Verhalten durch die Geschichte hindurch nur in Europa bzw. den USA gesehen wird.
Andererseits finden sich auch Teile, die als Anknüpfungspunkte unter anderem für einen Dialog der Religionen dienen können, insbesondere wenn Ahmadinedschad sagt:
Mr. President, Ladies and gentlemen, Racism is rooted in the lack of knowledge concerning the root of human existence as the selected creature of God. It is also the product of his deviation from the true path of human life and the obligations of mankind in the world of creation, failing to consciously worship God, not being able to think about the philosophy of life or the path to perfection that are the main ingredients of divine and humanitarian values which have restricted the horizon of human outlook making transient and limited interests, the yardstick for his action. That is why evil’s power took shape and expanded its realm of power while depriving others from enjoying equitable and just opportunities of development
(Gefunden via Elektrische Feder)
Danke Zentralkomitee!
2009-04-20
Die Broschüre des ZdK verlohnte es ja eigentlich gar nicht, darauf einen Blogeintrag zu vertun, aber immerhin war sie Anlass für einen fundierten Artikel Prof. Dr. Spaemanns in der FAZ. Der Artikel ist durchaus gehaltvoll und lässt sich nur schwer in bloggerechte Häppchen teilen. Auch mir hat er neues Wissen gebracht.
Er sei zur Lektüre ausdrücklich auch jenen empfohlen, die sich — wie ich selber — um das Gerede des ZdK nicht scheren: Verweis
Nachtrag: Die verpeilten Pappnasen von der Weißmann/Kubitschek-Sezession machen aus dem provinzdeutschen Zentralkomitee den Alleinentscheider der Weltkirche:
Na ja, sowohl Weißmann wie auch Kubitschek sind ja verweltlichte Evangelen, was soll man da auch erwarten. Auf den illiteraten Binde-Strich brauche ich wohl auch nicht einzugehen.
S(ch)ottisen
2009-04-17
Das Mitlesen im Schott während der Messe ist sicherlich nützlich, wenn man genau wissen will, über welches lateinische Wort der Priester gerade wieder geholpert und gestolpert ist. Einen anderen Sinn kann ich darin aber nicht entdecken.
Gehe ich in die Messe, dann gehe ich, um Teilnehmer der Liturgie zu sein. Lesen kann ich auch zu Hause. Ich verfolge die Liturgie mit den Sinnen, nicht mit dem Zeigefinger auf dem Papier.
Besonders deutlich ist mir die Gefahr, die vom Mitlesen im Schott ausgeht, heute vorgeführt worden: Wenn ich im Schott mitlese, kriege ich von dem wirklichen Geschehen kaum noch etwas mit; ich bin wie ausgeklinkt aus der Liturgie. Oder wie soll ich erklären, dass ein Messbesucher heute morgen nicht einmal zur Elevation seinen Blick von der Druckerschwärze losreißen konnte?
Sich zu Hause die Texte der Messe im Schott durchzulesen, mag ja ganz sinnvoll sein. Und eine Möglichkeit, den grundsätzlichen Aufbau der Messe noch mal nachzulesen, mag für manchen ja wirklich eine Hilfe sein. Aber kommt es in der Messe, in der Liturgie selber denn darauf an, dass ich jedes Wort verstehe und genau weiß, was der Priester in jedem Moment sagt und tut, was er noch sagen wird und was er schon gesagt hat?
Nein. Ich bin Teilnehmer an der Liturgie und akzeptiere sie so, wie sie kommt und wie sie ist und wie die heilige Kirche sie angeordnet hat. Liturgie ist keine Bildungsveranstaltung. Die Texte der Messe dienen nicht zur Unterweisung der Gläubigen, sondern zum Lobe Gottes. Der Priester spricht zu Gott, für und mit uns. Er spricht nicht zu uns von Gott.
Für das Sprechen zu uns von Gott ist z. B. die Predigt da. Deren Text soll allerdings verständlich sein, aber doch nicht zwangsläufig der Rest der Liturgie. Das ist gar nicht ihr Sinn und ihre Aufgabe. Mit dem Schott in der Hand kann ich die laufende Messe wie unter dem Mikroskop betrachten und zergliedern, analysieren und sezieren. Dabei geht sie tot.
Herzlichen Glückwunsch zum 82. Geburtstag!
2009-04-16
Zum Geburtstag hat Elsa unserem Heiligen Vater einen Liebesbrief geschrieben. Sehr anrührend zu lesen und Hoffnung gebend, weil er eine schöne Bekehrungsgeschichte erzählt. Besser kann ichs nicht, deshalb hier Schluss.
SPIEGEL-Sprech
2009-04-14
Über die konsequente und konstante Gehirnwäsche, die der SPIEGEL betreibt, schrieb ich ja schon einige Male. Einen hübschen, gewohnt sprachgewandten Beitrag (”Deutschlands führendstes Desinformationsmagazin”) zu den jüngsten SPIEGEL-Verdrehungen gegenüber Berlusconi (und dem Papst) schrob nun Elsa. Sie verweist auch auf zwei SPIEGEL-Watchblogs in der Art des bekannten BILDblogs. — Na ja, nicht ganz in der Art des BILDblogs: Haben doch die beiden SPIEGELblogs ihre grundsätzlich affirmative Haltung dem SPIEGEL gegenüber noch nicht abgelegt.
Christus resurrexit! Vere resurrexit!
2009-04-12
