Gestern früh war ich vor der Arbeit wieder mal in ner Werktagsmesse. Eine der Messbesucherinnen hat mich zwar nicht zurückgegrüßt und sich demonstrativ weggesetzt, aber wahrscheinlich ist sie sauer, weil ich dort nicht mehr Orgel spiele. Na ja, immerhin keine falsche Freundlichkeit.
Die Messe selbst war ein Labsal. Es gab in ihr nichts Besonderes. Aber das ist ja das Besondere, das geradezu Unerhörte. Eine Messe, so wie die Kirche sie vorstellt. Und komplett in der Sakralsprache. Nirgendwo wurde das Gottslob durch ein Herausfallen in die Alltagssprache unterbrochen. Nirgendwo wurde krampfhaft etwas auf Deutsch vorgetragen und damit die Hinwendung zu Gott demonstrativ unterbrochen.
Das ist eine Grundlage, das ist ein Fundament. Ich hoffe, dass es soetwas jetzt häufiger gibt. Wenn das weiterwachsen könnte, wie glücklich wäre ich.
2008-06-15 at 18.13
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