Bitt’ für uns verführte Tradiblogger!
2009-01-29
Ich fühle mich geehrt. Herr Matterne verlinkt auf mich als ein Musterbeispiel eines „traditionalistisch-katholischen Bloggers“. — Um ehrlich zu sein, ich habe mir bisher noch nie Gedanken gemacht, was „traditionalistisch-katholisch“ heißt. Für Matterne scheint das was Schlimmes zu sein.
Matterne hat aber irgendwie auch herausgefunden, dass ich in Bezug auf die unsäglichen Äußerungen von Piusbischof Williamson der Meinung sei,
dass man alles sagen darf, Hauptsache sie [damit meint er wohl die "traditionalistisch-katholischen Blogger", Anm. Ultramontan] bekommen neue Verbündete und müssen sich jetzt nicht mehr ganz so viele Gedanken darüber machen, ob sie nicht doch mal bei den Piusbrüdern vorbeischauen.
Ich weiß ja nun nicht, was Matterne gerade geraucht hat, aber seinem Urteilsvermögen tut das offensichtlich nicht gut. Ich habe die in Rede stehenden Aussagen Williamsons nirgendwo gutgeheißen; ich habe niemals behauptet, man dürfe jetzt „alles“ sagen; ich bin bisher noch überhaupt gar nicht auf den Gedanken gekommen, „Verbündete“ zu suchen (das scheint eher eine Geisteshaltung gewisser anderer Kreise); ich habe in der Vergangenheit niemals, nicht einmal aus Neugierde, erwogen, zu den Piusbrüdern zu gehen und tue das auch momentan nicht. Woher nimmt Matterne das bloß? *kopfkratz*
Matterne meint, er müsse kotzen. Darf er gerne machen, das hilft manchmal nach Drogenkonsum (Alkohol, Tabak, SPIEGEL, …) und befreit. Hoffentlich klärt es auch den Blick auf seine Mitwelt.
Das Schiff Petri und der Sturm im Wasserglas
2009-01-28
Hui, da fegt der Sturm der Empörung wieder gegen den Papst, und manch braver Katholik duckt sich und meint, Benedikt hätte die schon unterschriebene Aufhebung der Exkommunikation der vier Piusbischöfe vor ihrer Veröffentlichung doch besser in aller Stille seinem Kaminfeuerchen übergeben.
Dabei übersehen sie, dass der, der sich empören will, auch immer irgendetwas findet — notfalls er-findet –, an dem er sich hochschaukeln kann.
Und — sind wir doch mal ehrlich — was ist schon das laue Lüftchen, das im Augenblick ein wenig Wellen macht, gegen die vielen wirklichen Stürme, die das Papsttum schon durchschifft hat.
Albert Christian Sellner schreibt in seinem Vorwort zu seinem »Immerwährenden Päpstekalender«:
Das Papsttum wurde von byzantinischen und deutschen Kaisern gedemütigt, von Sarazenen und Normannen besiegt, von französischen Königen geknechtet. Für die Ketzerbewegungen des Mittelalters, die Katharer, Waldenser, Hussiten, saß auf dem Heiligen Stuhl niemand anders als Satan persönlich. Die Radikalen unter den Reformatoren bliesen in dasselbe Horn: Rom als die große Hure Babylon, der Papst als Antichrist. Am Ausgang des 16. Jahrhunders schien der endgültige Sieg des Protestantismus unausweichlich — nur Italien und Spanien standen noch einigermaßen zu der alten Kirche. Hundert Jahre später hatte der Katholizismus große Teile der schon verloren geglaubten Länder zurückgewonnen.
Wenn Papst Benedikt …
2009-01-25
… es vermag, die Exkommunikation gegen die vier Bischöfe der Piusbruderschaft aufzuheben, dann werde ich doch wohl in der Lage sein, meinen Stolz zu überwinden und die Fehler und Unzulänglichkeiten in der Kirche nicht der Kirche zuzurechnen.
Ich lasse mich doch nicht von meinem Papst in der persönlichen Demut überrunden, jetzt wird aus der Schmollecke herausgegangen und weitergebloggt!
