Educ illos huc, ut cognoscamus eos.
2009-08-10
Gerade kam — und er läuft noch immer — im Deutschlandfunk ein Kommentar dazu, dass Bayern seine Klage gegen das rot-grüne Adoptionsrecht für homosexuelle Verpartnerte zurückgezogen hat. Ich habe ihn ausgeschaltet, denn er war unerträglich, strotzte nur so von Vorurteilen, Plattitüden und Bigotterie.
Der Kommentator fragte zum Beispiel, warum es der Ehe schaden sollte, wenn eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen der Ehe rechtlich gleichgestellt würden. — Offensichtlich bemerkt er den Unterschied zwischen der Ehe — der unauflöslichen sakramental bekräftigten Verbindung zweier Menschen, die aufeinander hingeordnet sind und zusammen ein Ganzes bilden, das Leben spendend sich fortzeugt — und einem zeitweisen gemeinsamen Haushalt zweier seelisch Verirrter — steril und un-heil — nicht.
Und so ging es immer weiter. Das den Geist und die Seelen knebelnde Dogma von der Schicksalhaftigkeit und Berechtigtheit einer »(homo-)sexuellen Identität«, der sich jeder Mensch zu unterwerfen habe, unterwerfen müsse, weil seine oder gar »die« Natur das gebiete, feiert fröhliche Urständ.
Dabei spricht der Kommentator ja nur aus, was der allergrößte Teil der Menschen in meiner Gesellschaft ja sowieso glaubt — oder glauben zu müssen meint: Überall sehe ich die Anstrengungen, Schwule und Lesben (und Transgender und …) nur ja nicht zu »diskriminieren« und sich bei ihrer Integration nur ja nichts anmerken zu lassen. —
Nur im privatesten Gespräch, wenn sie sich auch von ihrem eigenen inneren Zensor unbeobachtet glauben, lassen sie zwischen den Zeilen ihr gesundes Unbehagen gegenüber diesen ungesunden Erscheinungen durchscheinen.
Wie viel Zeit und Mühen wird es brauchen, um mein Land wieder zur Besinnung zu bringen und die Wunden, die die Knebelparolen der Französischen Revolution angerichtet haben, wieder zu heilen. Zur Mahnung mag der Satz Péladans dienen: »Am Tage der Wiederauferstehung werden die Chronisten auf die Wände, wo die Geschichte geschrieben steht, nichts schreiben; denn das Volk ist nicht mehr da, denn das Land ist tot, in dem man die Kinder nicht mehr zu Gott kommen lässt«.
Heiliger Thorlacius, bitte für uns!
